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Junior-Depot-Vergleich

Mit einem Junior-Depot sparst du für dein Kind, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan. Bis zum 18. Geburtstag kommen so oft schöne Summen zusammen. Im Rechner findest du Banken mit kostenlosen Kinderdepots. Darunter erklären wir Steuern, Rechte und Pflichten.

Aktualisiert: Oktober 2026 Kostenlos & unverbindlich Viele Anbieter im Vergleich
Inhaber
das Kind
Verwaltung
die Eltern bis 18
Steuerfrei bis
rund 13.400 € Erträge im Jahr
Das Geld gehört
dem Kind

Junior-Depot-Rechner

Aktuelle Angebote vieler Anbieter auf einen Blick

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Darauf solltest du achten

  • Ist das Depot für Kinder kostenlos – auch die Sparpläne?
  • Welche ETFs sind sparplanfähig?
  • Können Großeltern oder Paten direkt einzahlen?
  • Wie läuft die Eröffnung: Müssen beide Eltern sich ausweisen?
  • Was passiert mit dem Depot zum 18. Geburtstag?

Was ist ein Junior-Depot?

Ein Junior-Depot (Kinderdepot) ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen des Kindes läuft. Die Eltern verwalten es als gesetzliche Vertreter, bis das Kind volljährig ist. Alles, was eingezahlt wird, gehört rechtlich dem Kind. Es ist eine Schenkung, die du nicht einfach zurückholen kannst.

Das Geld darf nur im Interesse des Kindes verwendet werden. Spekulative Geschäfte sind tabu, und viele Banken sperren riskante Produkte wie Derivate für Kinderdepots.

Lohnt sich ein ETF-Sparplan für Kinder?

Der große Vorteil beim Sparen für Kinder ist die Zeit. Über 18 Jahre kann der Zinseszinseffekt voll wirken, und zwischenzeitliche Kursrückgänge haben Zeit, sich wieder zu erholen. Ein breit gestreuter, kostengünstiger ETF, zum Beispiel auf einen weltweiten Index, ist dafür eine beliebte Wahl.

Zur Einordnung: Wer 18 Jahre lang jeden Monat 50 € spart, zahlt 10.800 € ein. Bei angenommenen 5 % Rendite pro Jahr wären daraus vor Steuern rund 17.300 € geworden. Sichere Renditen gibt es an der Börse aber nicht. Das Ergebnis kann höher oder niedriger ausfallen.

Ein schöner Nebeneffekt: Wenn das Kind älter wird, kannst du es einbinden und so früh ein Gefühl für Geld und Geldanlage vermitteln.

Eröffnung: Müssen beide Eltern unterschreiben?

Ja. Haben beide Eltern das Sorgerecht, müssen beide den Antrag unterschreiben und sich ausweisen. Bei alleinigem Sorgerecht reicht ein Elternteil, das Sorgerecht muss dann nachgewiesen werden. Ist ein Elternteil schon Kunde bei der Bank, fällt die Identifizierung für ihn oft weg.

  1. Antrag online ausfüllen, mit den Daten des Kindes und beider Eltern. Du brauchst auch die Steuer-ID des Kindes.
  2. Alle Sorgeberechtigten bestätigen ihre Identität, dazu kommt meist die Geburtsurkunde des Kindes.
  3. Nach der Freischaltung Geld einzahlen und einen Sparplan anlegen.

Ein bestehendes Depot der Eltern lässt sich nicht in ein Kinderdepot umwandeln, weil der Inhaber wechselt. Es muss ein neues Depot eröffnet werden.

Steuern: Kinder haben eigene Freibeträge

Weil das Depot dem Kind gehört, gelten die Freibeträge des Kindes. Hat das Kind keine anderen Einkünfte, bleiben Kapitalerträge bis zum Grundfreibetrag (12.348 € im Jahr 2026) plus Sparerpauschbetrag (1.000 €) plus 36 € Sonderausgaben-Pauschbetrag steuerfrei – zusammen rund 13.400 € im Jahr.

Damit die Bank keine Steuer abzieht, kannst du für das Kind beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beantragen. Ohne sie wird nur der Sparerpauschbetrag per Freistellungsauftrag berücksichtigt. Zu viel gezahlte Steuer lässt sich dann über eine Steuererklärung zurückholen.

Eltern können ihrem Kind innerhalb von zehn Jahren bis zu 400.000 € schenkungsteuerfrei zuwenden, Großeltern bis zu 200.000 €.

Achtung: Hohe Kapitalerträge des Kindes können die kostenlose Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung gefährden, weil dort eine Einkommensgrenze gilt. Später zählt das Vermögen auch beim BAföG. Bei größeren Beträgen lohnt sich deshalb ein Blick auf diese Grenzen.

Was passiert mit 18?

Mit der Volljährigkeit bekommt das Kind die volle Verfügung über das Depot. Die Eltern verlieren ihre Vollmacht. Das Kind kann dann selbst entscheiden, ob es das Geld weiter anlegt oder ausgibt. Rechtlich können die Eltern das nicht verhindern.

Viele Banken wandeln das Junior-Depot automatisch in ein normales Depot um. Besprich am besten schon vorher mit deinem Kind, wofür das Geld gedacht ist – etwa für Führerschein, Ausbildung, Studium oder als Grundstock für die eigene Altersvorsorge.

Wer das Geld lieber selbst in der Hand behalten will, kann auch in einem eigenen Depot für das Kind sparen. Dann gelten aber die Freibeträge der Eltern und nicht die des Kindes.

Häufige Fragen: Junior-Depot

Können Großeltern auf das Junior-Depot einzahlen?

Ja. Jeder kann auf das Verrechnungskonto des Kinderdepots überweisen. Das Geld gehört dann ebenfalls dem Kind.

Darf ich Geld aus dem Junior-Depot für mich nutzen?

Nein. Das Vermögen gehört dem Kind. Eltern dürfen es nur im Interesse des Kindes verwenden, etwa für dessen Ausbildung, nicht für eigene Ausgaben.

Beeinflusst das Junior-Depot das Kindergeld?

Nein. Für das Kindergeld gibt es keine Einkommensgrenze des Kindes. Beachten solltest du aber die Familienversicherung und später das BAföG.

Ab welchem Alter kann ich ein Junior-Depot eröffnen?

Ab der Geburt. Du brauchst dafür die Steuer-ID des Kindes, die automatisch nach der Geburt per Post kommt.

So vergleichen wir

Die Angebote im Rechner stammen von unserem Partner financeAds und werden laufend aktualisiert. Unsere Ratgebertexte schreiben wir selbst und prüfen Steuer- und Rechtsangaben anhand offizieller Quellen. Die Inhalte sind allgemeine Informationen und keine individuelle Beratung. Konditionen können sich jederzeit ändern – maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Anbieters.

Quellen

Weitere Vergleiche