Depot-Vergleich
Für Aktien, ETFs und Fonds brauchst du ein Wertpapierdepot. Die Kosten unterscheiden sich stark – und jeder gesparte Euro arbeitet für dich weiter. Im Rechner vergleichst du Depotgebühren, Ordergebühren und Sparpläne vieler Anbieter.
- Wichtigste Kosten
- Order- & Sparplangebühren
- Wertpapiere
- Sondervermögen
- Verrechnungskonto
- Einlagensicherung bis 100.000 €
- Steuern
- automatisch bei deutschen Banken
Depot-Rechner
Aktuelle Angebote vieler Anbieter auf einen Blick
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Darauf solltest du achten
- Welche Kosten fallen pro Order an – auch an deinem bevorzugten Handelsplatz?
- Wie viele ETFs und Aktien sind sparplanfähig und was kostet ein Sparplan?
- Gibt es eine Depotführungsgebühr oder Negativzinsen auf das Verrechnungskonto?
- Führt der Broker die Steuer automatisch ab?
- Bietet die App und Website alles, was du brauchst?
Was ist ein Depot?
Ein Wertpapierdepot ist ein Konto, in dem deine Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen verwahrt werden. Dazu gehört ein Verrechnungskonto, über das Käufe, Verkäufe, Dividenden und Ausschüttungen laufen.
Wertpapiere werden in Deutschland meist in der Girosammelverwahrung gelagert: Die Papiere vieler Anleger liegen gemeinsam bei einer Zentralverwahrstelle, du besitzt einen Anteil am Bestand. Das ist günstig und sicher.
Welche Kosten fallen an?
- Depotführungsgebühr: Bei vielen Online-Brokern und Direktbanken kostenlos, bei Filialbanken häufig ein fester Jahresbetrag oder ein Prozentsatz des Depotwerts.
- Ordergebühr: Fällt bei jedem Kauf und Verkauf an. Sie kann pauschal sein, prozentual mit Mindest- und Höchstbetrag oder eine Mischung. Neo-Broker verlangen oft nur 1 € oder gar nichts, Filialbanken teils deutlich mehr.
- Fremdspesen: Gebühren des Handelsplatzes, etwa Börsenentgelte. Bei außerbörslichen Handelsplätzen fallen sie oft weg.
- Spread: Der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er ist keine offene Gebühr, kostet aber trotzdem Geld, besonders bei wenig gehandelten Papieren.
- Sparplangebühr: Viele Broker führen ETF-Sparpläne kostenlos aus, andere verlangen einen Prozentsatz der Rate.
- Fondskosten: Die laufenden Kosten (TER) eines Fonds oder ETFs werden direkt im Fonds abgezogen. Bei aktiven Fonds kommt teils ein Ausgabeaufschlag dazu.
Welches Modell für dich am günstigsten ist, hängt davon ab, wie du handelst. Wer monatlich einen ETF-Sparplan bespart, achtet vor allem auf die Sparplankosten. Wer selten große Beträge kauft, auf die Ordergebühr.
Wie sicher ist mein Geld im Depot?
Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen. Sie gehören dir und nicht der Bank. Geht die Bank pleite, fallen sie nicht in die Insolvenzmasse und können auf ein anderes Depot übertragen werden. Das schützt dich aber nicht vor Kursverlusten der Wertpapiere selbst.
Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €. Für den seltenen Fall, dass eine Bank Wertpapiere nicht mehr herausgeben kann, etwa durch Betrug oder Fehlbuchungen, gibt es zusätzlich die Anlegerentschädigung: 90 % des Schadens, höchstens 20.000 €.
Steuern im Depot
Kursgewinne, Dividenden und Zinsen werden mit 25 % Abgeltungsteuer plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € für Paare) bleiben sie steuerfrei, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst. Bei Aktien-ETFs ist zusätzlich ein Teil der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung).
Deutsche Banken und Broker führen die Steuer automatisch ab und verrechnen Verluste. Bei ausländischen Brokern musst du deine Erträge meist selbst in der Steuererklärung angeben. Das ist mehr Aufwand, aber kein Verbot.
Hausbank oder Online-Broker?
Bei der Hausbank bekommst du persönliche Beratung in der Filiale. Dafür sind die Gebühren meist höher, und Berater empfehlen oft bevorzugt hauseigene Fonds mit hohen Kosten.
Bei Online-Brokern entscheidest du selbst. Es gibt keine Anlageberatung, dafür sind die Kosten deutlich niedriger. Gerade beim langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs machen niedrige Kosten über die Jahre einen großen Unterschied.
Depot eröffnen und wechseln
- Broker im Vergleich auswählen und den Antrag online ausfüllen. Du brauchst unter anderem deine Steuer-ID.
- Identität bestätigen, meist per Video-Ident oder Online-Ausweis.
- Geld auf das Verrechnungskonto überweisen und den Freistellungsauftrag einrichten.
- Erste Order aufgeben oder einen Sparplan anlegen.
Ein Depotwechsel ist ebenfalls möglich: Die Wertpapiere werden übertragen, ohne dass du sie verkaufen musst. Die Übertragung innerhalb Deutschlands kostet in der Regel nichts. Die Kaufkurse werden für die Steuer mit übertragen.
Tipps für Einsteiger
- Lege erst einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto an, bevor du an der Börse investierst.
- Investiere nur Geld, das du mehrere Jahre nicht brauchst. Kurse können zwischendurch deutlich fallen.
- Streue breit, zum Beispiel mit einem weltweiten ETF, statt alles auf wenige Aktien zu setzen.
- Ein Sparplan nimmt dir die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt ab. Du kaufst regelmäßig, mal teurer, mal günstiger.
- Lass dich nicht von Tipps in sozialen Netzwerken treiben. Niemand kann Kurse sicher vorhersagen.
Häufige Fragen: Depot
Wie viel Geld brauche ich für ein Depot?
Kein Mindestbetrag. Viele Broker bieten Sparpläne schon ab wenigen Euro im Monat an. Bei Einzelorders lohnt sich ein höherer Betrag, damit die Ordergebühr nicht zu stark ins Gewicht fällt.
Was ist ein Neo-Broker?
Ein Online-Broker, der vor allem per App funktioniert und sehr niedrige Gebühren verlangt. Oft wird nur über einen oder wenige Handelsplätze gehandelt. Für ETF-Sparpläne und gelegentliche Käufe reicht das meist völlig.
Kann ich mehrere Depots haben?
Ja. Du kannst beliebig viele Depots bei verschiedenen Banken führen. Den Sparerpauschbetrag musst du dann per Freistellungsauftrag auf die Banken aufteilen.
Was passiert mit meinen Wertpapieren, wenn der Broker pleitegeht?
Sie gehören dir als Sondervermögen und werden auf ein anderes Depot übertragen. Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung geschützt.
So vergleichen wir
Die Angebote im Rechner stammen von unserem Partner financeAds und werden laufend aktualisiert. Unsere Ratgebertexte schreiben wir selbst und prüfen Steuer- und Rechtsangaben anhand offizieller Quellen. Die Inhalte sind allgemeine Informationen und keine individuelle Beratung. Konditionen können sich jederzeit ändern – maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Anbieters.